Geht Ortsentwicklung mich etwas an?


Vom Wohnen über das Arbeiten bis zur Freizeit. Unsere Zufriedenheit und Wohlbefinden hängen stark von den Orten ab, an denen wir leben und uns aufhalten. Für diese sind wir alle verantwortlich und können unseren Beitrag leisten.

 

Die Ortsentwicklung betrifft alle unsere Lebensbereiche.

 

Eine sinnvolle und effektive Ortsentwicklung ist nur in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Bürgerinnen und Bürgern, den Grundstückseigentümern und -eigentümerinnen zu erreichen. Also mit Ihnen! Ihre Bedürfnisse und die gesellschaftlichen Veränderungen sind Anlass für die Entwicklung Ihrer Gemeinde. Ohne Ihre Unterstützung geht es nicht. Jeder verfolgt dabei andere Interessen. Eigentümer und Bewohner von Häusern wünschen sich vor allem einen schönen und günstigen Wohnraum. Die allgemeine Gesellschaft möchte in ihrem Wohnort, oder zumindest in erreichbarer Nähe, alle nötigen Versorgungseinrichtungen wie Wasser- und Kanalnetze, aber auch Einkaufsgelegenheiten, Schulen und Freizeitmöglichkeiten vorfinden.

Bildquelle: AktVis

Politik und Kommunen wollen eine zukunftsfähige und langfristige Entwicklung der Stadt oder Gemeinde sicherstellen, so dass die Bürger dort gerne leben und arbeiten. Dazu gehört vor allem der Aufgabenbereich der Daseinsvorsorge, die Grundversorgung für ein menschliches Dasein und die Bereitstellung öffentlicher Einrichtungen. Dazu zählen u. a. das Verkehrs- und Beförderungswesen, Gas-, Wasser-, und Elektrizitätsversorgung, Müllabfuhr, Abwasserbeseitigung, Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie  Krankenhäuser, Friedhöfe oder Freizeiteinrichtungen. Unternehmen suchen in den Gemeinden günstige Standortbegingungen, das heißt Flächen, Arbeitskräfte und Kunden vor Ort. Jeder hat also ein Interesse am eigenen Wohn- oder Arbeitsort. Dieser muss immer wieder den aktuellen Bedürfnissen angepasst werden. Die Innenentwicklung der Gemeinde erfordert damit viel Kraft und Zeit von allen Akteuren. Dennoch lohnt sie sich.

 

Wer in seine Immobilien investiert und sie somit erhält sichert sich langfristig sein Vermögen.

Gleichzeitig sieht der Straßenzug viel schöner aus. Davon profitiert jeder!

  • Durch die Innenentwicklung werden bestehende Bereiche modernisiert und bei Bedarf neben dem Wohnraum neue Nutzungen wie Läden, Grünflächen oder Gemeinschaftsräume eingerichtet.
  • Durch die Innenentwicklung werden Kosten für neue Baugebiete gespart. Dazu zählen Kosten, die der Gemeinde für die Aufstellung von Bebauungsplänen oder das Bilden von passenden Grundstücken entstehen. Diese werden in der Regel durch den Gemeindehaushalt, also durch u. a. Steuergelder finanziert. Weiterhin fallen die Kosten für die Straßen und Leitungen, sogenannte Erschließungskosten, weg, für die der Grundstückseigentümer zu zahlen hat. Nicht nur die Kosten für den Bau neuer Infrastruktur kann dadurch vermieden werden, sondern auch die laufenden Instandhaltungskosten.
  • Die eigenen Immobilien zu sanieren und zu erhalten lohnt sich! Der Eigentümer sichert sich langfristig seine Vermögenswerte, da das Gebäude so mehr wert ist. Außerdem bleibt das Gebäude intakt und ist somit länger nutzbar.
  • Wenn Bauflächen nicht genutzt werden, wohnen oder arbeiten letzten Endes weniger Leute in diesem Gebiet als ursprünglich vorgesehen. Das ist bei einigen wenigen solcher Baulücken zwar noch nicht problematisch, wenn sich solche Lücken aber im ganzen Ort häufen, steigen die Kosten für den Erhalt der Infrastruktur pro Kopf. Instandhaltung der Straßen, Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung bleiben gleich. Sie verteilen sich aber auf weniger Einwohner.

Für neue Baugebiete zahlen insbesondere Grundstückseigentümer und Steuerzahler!

  • Schöne und für die Umwelt wichtige Acker- und Grünflächen am Ortsrand bleiben erhalten. Dafür bleiben Ihnen die Flächen zur Erholung und den Tieren als Lebensraum.

Laufzeit: 1.März 2017 bis 28. Februar 2019  |  BMBF Förderkennzeichen: 033L188A 



Stand der Inhalte: Februar 2018