Was ist bei der Finanzierung zu beachten?


Bauvorhaben sind große organisatorische und finanzielle Herausforderungen, die zudem häufig mit hohen und langfristigen Investitionen einhergehen. Daher sollten sich Bauherren und -herrinnen vor jeder Baumaßnahme frühzeitig  nicht nur über baugesetzliche und genehmigungsrechtliche Vorgaben, sondern auch über bestehende Fördermöglichkeiten informieren. Um eine finanzielle Schieflage zu verhindern muss die Finanzierung gut geplant werden. Ob diese dann aus Eigenmitteln oder Krediten oder einer Kombination kommt, ist dafür von geringer Bedeutung. Für Kredite sind Banken und spezielle Institutionen die beste Finanzierungsquelle.

Um Sicherheit in Aussicht zu stellen und Unterstützung anzubieten bieten Kommunen, Landkreise, sowie Banken und weitere Finanzierungsquellen viele Beratungsangebote, die in der Regel kostenlos in Anspruch genommen werden können. Oftmals auch zu speziellen Themen wie beispielsweise barrierefreies Wohnen oder energetische Sanierung.

Welche Fördermittel gibt es und welche sind für mein Vorhaben zielführend?

 

Die EU, der Bund und die Bundesländer stellen verschiedene Fördermittel als Zuschüsse oder vergünstigte Darlehen zur Verfügung. Diese gibt es beispielsweise für den Bau oder Erwerb von eigengenutztem oder vermietbarem Wohnraum, für energetische Maßnahmen und barrierefreies, altersgerechtes Wohnen. Bekannt sind vor allem die Fördermittel der KfW-Bank im Bereich der energetischen Sanierung und dem Wohneigentumserwerb. Aber auch die hessische WI-Bank bietet verschiedene Programme. Einen umfassenden Überblick über die allgemein verfügbaren Mittel bietet die Förderdatenbank.

Regional und kommunal können eventuell noch weitere Förderoptionen exisitieren. Kommunen, die in städtebaulichen Förderprogrammen, wie beispielsweise der Dorferneuerung aufgenommen sind, können über diese spezielle Beratung und Förderung erhalten.  Die Stadt Bensheim bietet über ihr Fassadenförderprogramm für das Stadtgebiet und die Ortsteile Beratung und Geldmittel für Einzelkulturdenkmäler zur Erneuerung der Fassaden an.


Folgende Kosten sollten bei der Planung von Vorhaben unbedingt beachtet werden!

Hauptkosten

  • Kaufpreis für das Grundstück
  • Baukosten des / der Gebäude
  • Erschließungskosten     

Nebenkosten    

  • Maklergebühren
  • Grunderwerbssteuer                                     
  • Notar und Grundbucheintrag
  • Baugenehmigungen                                             
  • Baugrubenaushub, Altlastenbeseitigung, Beseitigung von Vegetation
  • Abbruch bestehender Gebäude                                         
  • Beratungsleistungen
  • Finanzierungskosten       

Als Faustregel gilt: 15 - 20% der Hauptkosten

kommen als Nebenkosten hinzu.

 



Laufzeit: 1.März 2017 bis 28. Februar 2019  |  BMBF Förderkennzeichen: 033L188A 



Stand der Inhalte: Juni 2018